23. Oktober 2017
Seit 1997 ist die Selbsthilfegruppe Leukämie- und Lymphomhilfe Metropolregion Rhein-Neckar Anlaufstelle für Leukämie-Erkrankte und ihre Angehörigen.
 07. April 2017
Bei der Therapie von Leukämie unterscheidet man zwischen chronischen und akuten Formen der Leukämie. In der Regel wird eine Chemotherapie eingesetzt.
 23. März 2017
Ein Blutbild kann meist Aufschluss über das Vorliegen eines Multiplen Myeloms geben. Bei der intensiven Therapie erfolgt eine Hochdosis-Chemotherapie.
 21. März 2017
Die durch die Leukämie oder die Therapie entstandenen körperlichen und psychischen Belastungen sollen in der Rehabilitation gebessert werden.
Stethoskop
Akute lymphatische Leukämie
Bei der akuten lymphatischen Leukämie entarten Vorläuferzellen der Lymphozyten. Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen.
Was ist Leukämie

Akute lymphatische Leukämie

Bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) handelt es sich um eine bösartige Krankheit im blutbildenden System. Bei dieser Erkrankung entartet ein frühes Vorläuferstadium der Lymphozyten und vermehrt sich ungebremst. Lymphozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Sie sind Bestandteil des Immunsystems und haben eine zentrale Aufgabe bei der Abwehr von Krankheitserregern. Bei den Vorläuferzellen der Lymphozyten tritt eine Veränderung des genetischen Materials auf, die zu einer unkontrollierten Zellteilung und Vermehrung führt. Dadurch entstehen nicht die üblichen, funktionsfähigen Lymphozyten, sondern die sogenannten lymphatischen Blasten oder Lymphoblasten. Sie verbreiten sich schnell im Knochenmark und stören die Herstellung gesunder Blutkörperchen.

B-Zell-ALL

Man unterscheidet zwei Formen der akuten lymphatischen Leukämie, die sogenannte B-Zell-ALL und die T-Zell-ALL. Bei der B-Zell-ALL geht die bösartige Zelle aus den B-Lymphozyten hervor. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die B-Lymphoblaten an der Oberfläche die typischen Merkmale normaler B-Lymphozyten haben.

Es gibt spezielle Unterformen der B-Zell-ALL, die bestimmte Veränderungen an den Chromosomen zeigen. Dies ist für die Wahl der richtigen Behandlung von Bedeutung und bestimmt auch die Prognose mit. Die am häufigsten vorkommende Chromosomenveränderung ist das sogenannte Philadelphiachromosom. Hier findet ein Austausch von Genabschnitten aus den Chromosomen 9 und 22 statt. Diesen Austausch nennt man auch Translokation, abgekürzt: t(9;22). Außerdem kann es zu einer Translokation t(4;11) oder der Burlitt-Leukämie kommen, die mit einer Translokation t(8;14) einhergeht. Wenn das Knochenmark nicht befallen ist, oder weniger als 25 Prozent Leukämiezellen im Knochenmark sind, heißt die Krankheit B-lymphoblastisches Lymphom.

Eine weitere Form der akuten lymphatischen Leukämie ist die T-Zell-ALL

Bei der T-Zell-ALL haben die Lymphoblasten an ihrer Oberfläche die typischen Merkmale der T-Lymphozyten. Auch hier gibt es Untergruppen, die verschiedene Prognosen haben. Häufig kommt es bei dieser Leukämieform zu einem Lymphknotentumor im Brustraum (Mediastinaltumor). Dies kann zu Luftnot und einer Venenstauung am Hals führen. Wenn das Knochenmark nicht befallen ist oder der Anteil der Krebszellen im Knochenmark unter 25 Prozent liegt, nennt man die Krankheit T-lymphoblastisches Lymphom.

Fedor Singer

 23. Oktober 2017
Seit 1997 ist die Selbsthilfegruppe Leukämie- und Lymphomhilfe Metropolregion Rhein-Neckar Anlaufstelle für Leukämie-Erkrankte und ihre Angehörigen.
 07. April 2017
Bei der Therapie von Leukämie unterscheidet man zwischen chronischen und akuten Formen der Leukämie. In der Regel wird eine Chemotherapie eingesetzt.
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Ein Blutbild kann meist Aufschluss über das Vorliegen eines Multiplen Myeloms geben. Bei der intensiven Therapie erfolgt eine Hochdosis-Chemotherapie.
 21. März 2017
Die durch die Leukämie oder die Therapie entstandenen körperlichen und psychischen Belastungen sollen in der Rehabilitation gebessert werden.